Ich hatte es immer drauf.

Wie ich einmal 'ne Malzeit mit einer Koksnutte verbracht habe.

Freitag, 18. November 2016

Wurstplatten aus Fimo gestalten und Specksteine bearbeiten – das ist, was man mir im deutschen Kunstunterricht beigebracht hat. Während meiner Zeit auf der Highschool in den USA sollten mich dann Außerirdische (in Filmen, die im TV im Hintergrund liefen) dabei inspirieren, mich selbst zu erkennen. So saß ich dann stundenlang in einem Kunstraum, starrte in einen Spiegel und hörte im Hintergrund Geräusche aus dem Fernseher, die an das „Walisch“ von Dori und Nemo erinnerten. Wie soll man unter solchen Umständen einen eigenen Kunststil entwickeln? Und jetzt, Jahre später, finde ich durch eine Lieferung von Amazon plötzlich meine künstlerische Stimme. What the F...?

Viele private Dramen haben sich bei mir den November ausgesucht, um schön geballt aufzutreten. Von Streitereien bis Trauerfall ist bei diesem Potpourri alles dabei. Aber bei mir was das Glas schon immer halbvoll und das lasse ich mir auch jetzt nicht nehmen. Mit zusammengebissenen Zähnen und „Mittelfingern in die Höh'“ nehme ich diese Challenge an und bin dabei glücklicherweise nicht alleine, sondern hab' die Unterstützung meiner einzigartigen Freunde, die mir ganz neue Welten eröffnen.

>>Wie ich einmal vom Pipi-Parfüm für reiche Freaks erfuhr.

Letzte Woche steckt plötzlich mit einer Lieferung die perfekte Ablenkung, mein Ventil für diesen ganzen privaten Mist, in meinem Briefkasten. Meine liebe Freundin Anne hat mir ein DinA4 großes Päckchen schicken lassen. Ich öffne die Karton-Verpackung und entdecke (an dieser Stelle wäre ein Engelschor und ein Scheinwerfer-Spot auf meine Hände angebracht): Schimpfwörter zum Ausmalen, vereint in einem Malbuch für Erwachsene. Die Buntstifte hat mir Anne gleich mitgeschickt. Ich setze mich sofort an meine künstlerische Aufgabe, drehe laut Musik auf und verschöner' mit rot, grün, blau, pink und gelb die Worte: „Arsch Arsch Pimmel“ zwischen Wolken, wende mich dann den Kätzchen zu, die sich an die Worte „Fuck you“ schmiegen und male dann „Koksnutte“ zwischen fliegenden Piepmätzen aus. Leute – DAS ist Kunst!

Das hab' ich so nicht bestellt, dass es über dreißig Jahre dauern würde, bis ich meinen Style gefunden hab'. Ich muss jetzt auch weitermachen, „Penis-Bär“ wartet darauf, ausgemalt zu werden.

Darauf einen: Richtig fetten Arschkrampen-Eimer voll neuer Farbe für mich und mein beschissenes Malbuch.

Mehr aus Majas Blog - guckst Du hier.

Kommentare