Willkommen in der Welt von "Gabber"

200 BPM, Pillen-Optik und Bomberjacke

Sonntag, 14. Januar 2018

Es war einmal, vor nicht all zu langer Zeit, in einem nicht all zu fernen Land, da hat sich eine ganze Generation von Jugendlichen zusammengetan und eine neue Bewegung gestartet - namens Gabber. Bestimmt seid ihr schon darüber gestolpert, denn die Netz-Community kriegt einfach nicht genug von diesen zugedröhnten Glatzköpfen, die exzessiv, ja schon fast epileptisch zum röhrenden Krach von 200 Umdrehungen pro Minute abhotten.

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Gabber ist als Sub-Genre von Hardcore-Techno in den 90er Jahren in Holland entstanden. Aus heutiger Sicht könnte der Gabber-Look kaum atzenlastiger sein: ekelhaft-gemusterte Sportjacken, Jogginghosen mit Seitenknöpfen und Billo-Goldketten.

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Um den Assi-Look gekonnt abzurunden tragen Gabber-Mädels meist einen Undercut und Pferdeschwanz, während das männliche Pendant in der Regel ganz auf Kopfbehaarung verzichtet. Kommt zudem gut, falls man sich einem Drogentest unterziehen muss.

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Aber denkt jetzt nicht, dass Gabber nur von ein paar verballerten Kids, deren Eltern bei Kik einkaufen, gehört wurde. Gabberplatten verbreiteten sich rasend in der holländischen Popkultur und Events wie Thunderdome füllten zu ihrer Hochphase riesige Hallen mit bis zu 20.000 Ravern. Hörprobe gefällig? Aber dreht besser die Lautstärke etwas runter:

Damit den Zappelfritzen nicht vorzeitig die Puste ausging wurde auch ordentlich mit Chemie nachgeholfen. Bis zu 15 Pillen pro Nacht waren teilweise in der Szene üblich, zusätzlich zu anderen pulverisierten Uppern. Dem ein oder anderen ist das Lachen bis heute nicht vergangen.

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