Diese drei Mitfahrer will keiner im Zug haben!

Nase zu und durch: Ekel in der U-Bahn

Montag, 29. Mai 2017

Der Stinker

Geil! Der ganze Waggon ist leer. Du kannst dich hinsetzen, wo du willst und nirgendwo plärrt Ischfickdeinleben-Rap, keiner lässt Dönersoße auf deine Schuhe tropfen oder telefoniert laut mit Mama am anderen Ende der Welt. Aber dann geht die Tür zu und jetzt wird es kritisch. Denn ein beißender Geruch liegt in der Luft. Ein Obdachloser, dem egal ist, ob er sich die Hose beim kleinen oder großen Geschäft runter zieht oder nicht, hat eine Sitzbank zu seinem vorübergehenden Schlafplatz erklärt. Bestenfalls liegt er noch genau in der Mitte des Waggons, so dass sich der Mief gleichmäßig verteilt. Und jetzt wird dir auch klar, warum dieser Wagen leer ist und alle anderen brechend voll. Da hilft nur Nase zu und durch und so schnell wie möglich umsteigen. Und selbst wenn der arme Mensch irgendwann aussteigt - die Keime bleiben. Aber Sitzplätze sind eh überbewertet.

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Der Musiker

Geigenmusik und Technobeats? Kann man machen - ist leider aber nicht geil. Zumindest in den meisten Fällen nicht und schon gar nicht in der S-Bahn, wenn man nicht weg kann. Und der freundliche Herr mit Violine und Bassbox im Rucksack dreht seinen MP3-Player aus den frühen 2000ern meist so laut, dass der Beat den aus den eigenen Kopfhörern übertönt. Zum Glück ist nach eineinhalb Stationen der Anfang von "O Sole Mio" zweimal gespielt, so dass die letzten 30 Sekunden zum Geldeinsammeln verwendet werden können. Und da kommen die Touristen vom Land ins Spiel, die das für Großstadtkultur halten. So landet dann am Ende der eine oder andere Euro im speckigen Pappbecher. Nach ein paar Stunden kommt da tatsächlich einiges zusammen und man fragt sich: wieso geh ich eigentlich normal arbeiten.

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Der Schmierer

Habt ihr euch schon mal gefragt, was dieser fettige Film auf den Scheiben in U- und S-Bahn ist? "Das kommt von den Haaren von Menschen, die sich da angelehnt haben", werdet ihr jetzt sagen. Haha! Schön wärs! Fahrt mal nachts mit der Bahn und schaut genau hin, was eure Mitmenschen so machen, grade wenn sie besoffen oder auf Drogen sind. Nachdem abwechselnd Popel aus der Nase gezogen, die Zunge mit den dreckigen Fingern auf ihre Pelzigkeit untersucht oder Achseln und Intimbereich einer Geruchsprobe unterzogen wurden, gilt es, den Grind irgendwo los zu werden. Zum Glück gibt es ja Scheiben, Sitze und Stangen zum Festhalten, die allerlei Fläche zum Abschmieren bieten. In Berliner Bussen wird seit Kurzem immer durchgesagt: "Bitte halten Sie sich zu Ihrer Sicherheit während der Fahrt fest!" Alter... voll nich!

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